Die Farben

Die grundlegendste Unterscheidung ist einmal die in kalte und warme Farben. Kalte kann man mit dem Winter assoziieren, so etwa Blau oder Türkis. Warme Farben hingegen sind eher Frühlings- oder Sommertöne, von Geld über Rot bis hin zu vielen Braun-, Erd- oder auch Pastellcouleurs.

Weiters ist es vor allem für die Gestaltung der Räume wichtig zu wissen, was die Farben vermitteln, auch wenn man das natürlich aus seinem eigenen Gefühl bei der Betrachtung ganz gut selbst einschätzen kann. Doch um etwaigen unbewussten Verstimmungen vorzubeugen, seien hier einmal die wichtigsten Farbtöne und ihre Eigenschaften erklärt, vorrangig natürlich auf die Wirkungen in unserem Kulturkreis gestützt, da diese oft variieren.

Rot: Hier liegt die Verbandlung und Assoziation mit Blut auf der Hand, deshalb wird die Farbe auch gerne mit Leidenschaft und der Liebe in Verbindung gebracht. Teilweise kann sie aber auch eher mit Aggression verbunden sein, jedenfalls ist es alles andere als eine beruhigende, neutrale Farbe. Vorsicht also, ob man sie wirklich in seinem Schlafzimmer haben möchte.

Gelb: Vor allem auf Warnschildern, aber auch in der Natur bedeutet ein grelles Gelb oft Achtung oder Gefahr, allerdings kann man das Spektrum bei dieser Farbe sehr stark variieren, von einem sehr blassen, etwas steril wirkenden, bis hin zu einem beruhigenderen Dottergelb lässt sich die Palette hier ausschöpfen.

Grün: Auch wenn der Volksmund die Farbe vielleicht mit Neid verbindet, so kommen unwillkürlich auch Assoziationen mit der Natur und einem Neubeginn, einem Aufblühen hervor. Deshalb empfinden viele Menschen Grün als sehr beruhigend, es wird auch oft in blassen Tönen in Krankenhäusern eingesetzt.

Blau: Ein interessantes Faktum am Rande ist, dass Blau die meistgenannte Lieblingsfarbe ist. Allgemein wird es zwar als kalt, dafür aber auch als wachhaltend, erfrischend und vor allem konzentrationsfördernd empfunden. Dazu fällt einem natürlich gleich frisches, kaltes Wasser ein. Zusätzlich hat es auf die meisten eine sehr beruhigende Wirkung, ist also in blasseren Tönen auf jeden Fall für ein Arbeitszimmer interessant.

Braun: Wirkt ebenfalls sehr beruhigend und stärkt wohl am meisten das Gefühl einer Heimeligkeit in einem Raum, weswegen es durchaus eine dankbare Farbe für Wohnzimmer, aber auch Schlafzimmer ist. Dazu ist es eine recht neutrale Farbnuance, weswegen sie oft als Kompromiss gewählt werden kann. (Holz!)

Orange: Gilt zwar allgemein auch als Warnfarbe, wird allerdings trotzdem von vielen als angenehm empfunden. Vor allem zu beachten ist aber, dass Orange die Verdauung anregt, weswegen man es sehr oft in Restaurants antrifft und sich somit für Küchen oder Esszimmer empfiehlt.

Schwarz: Abgesehen von der Frage, ob Schwarz nun überhaupt eine Farbe ist, fördert sie natürlich die negativsten Assoziationen von Tod und Depression und ist somit für den Wohnbereich nur wenig ratsam, einzelne wenige schätzen sie jedoch trotzdem.

Weiß: Liegt dann trotz seiner Unschulds-Konnotation sehr im Auge des Betrachters. Manche mögen die Neutralität der Farbe, andere hassen ihre Sterilität. Hier sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt, vor allem kann man anderen Farben damit ihre Stärke nehmen, bei einer Mischung sowieso, aber auch bei Kombinationen nebeneinander.

Doch existieren noch Alternativen zum Einfachen streichen der Wände.