Folge- und auch denkrichtig ist es nun, mit dem gewünschten Boden weiterzumachen. Auch wenn dies eigentlich jedem einleuchtet und logisch erscheint, hat jeder allein im Bekanntenkreis eine elendslange Liste von Leuten, die darüber klagen, sich den Fußboden mit Maler- oder Einrichtungsarbeiten ruiniert zu haben.
Zu den Malerarbeiten kann man nur sagen, hättet ihr doch vorgedacht, natürlich streicht man nicht erst die Wand, wenn man den sündteuren Parkettboden verlegt hat. Nur tatsächlich im ganzen Einrichtungs- und Einziehstress daran zu denken, ist freilich eine andere Sache. Deshalb hier die übermäßige Betonung an dieser Stelle: Wenn möglich, zuerst malen oder tapezieren, dann erst Boden.
Was freilich Unfälle beim Einrichten betrifft, davor ist niemand gefeit. Zu leicht kann ein schweres Möbelstück, das einem aus den schweißnassen Händen gleitet, Kratzer, Dellen und Sprünge in Böden verursachen. Dazu kann man lediglich –tatsächlich vollkommen frei von Zynismus- sagen: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Aber nun zurück zur Bodeninformation:
Auch hier kann man in drei Großgruppen einteilen.
Eine sind geflieste, dann noch gelegte und schließlich Teppichböden.
Die erste Gruppe, der Fliesenboden, bedarf wenig Erklärung. Die aus Keramik bestehenden Fliesen werden geklebt oder mit Mörtel oder Kitt auf dem Untergrund befestigt, also gelegt. Als Möglichkeit der Wandgestaltung wurden sie zuvor bewusst außen vor gelassen, da ihre Anwendung hiezu meist auf das Badezimmer und vielleicht die Küche beschränkt ist.
Als Bodenbelag sind sie natürlich auch an diesen Orten gerne verwendet, da sie sich sehr leicht abwaschen und -wischen lassen und dazu den Vorteil bieten, kein Wasser aufzunehmen.
Was aber, um dies vorwegzunehmen, auch ein großer Minuspunkt von Fliesen ist, denn sie sind mitunter sehr rutschig, was vor allem bei Kindern oder älteren Menschen im Haus einen nicht zu unterschätzenden Risikofaktor birgt.
Dazu kommt, dass sie sehr spröde sind, weswegen oft welche brechen und ausgetauscht werden müssen, wozu aber die kaputten heraus gebrochen und neue eingefügt werden müssen. Jeder der schon einmal das Problem hatte, weiß, dass gerade dann dieses Muster nicht mehr erhältlich ist, deshalb sollte man von Anfang an einige Ersatzfliesen in petto haben, entscheidet man sich für diese Variante.
Ein großer Vorteil ist aber eben die Fleckresistenz von Fliesen, ob Rotwein oder Dreck, im Normalfall ist alles wegzuwischen, mit dem richtigen Reiniger sogar Kalk.
Vom Material her ist zu sagen, dass es sowohl Stein- als auch Keramikfliesen gibt, wobei aber zweitere meist günstiger und leichter zu pflegen und handhaben sind. Mit einer Nano Versiegelung spart man sich viel Reinigungsarbeit im Haushalt und am Arbeitsplatz.
Besonders modern sind gerade Terrakotta-Fliesen, leicht ob ihres braunen bis ziegelfarbenen Ton zu erkennen, die zudem auch recht preiswert erstanden werden können.
Die genaue Farbe und Muster der kleinen Keramikflächen sind dann wieder dem eigenen Geschmack und Gutdünken überlassen, wobei nun aber bereits die Kombination und Wechselwirkung mit bereits vorgenommenen Wandgestaltungen zu beachten sind. Wer sich das hier also selbst nicht unbedingt zutraut, sollte vielleicht Personen seines Geschmacksvertrauens oder auch Profis (Innenarchitekten, meist auch gute Fliesenleger) zu Rate ziehen.
Weiterführende Links:
- Fliesenleger Halle
- esstisch