Nun also zu den Holzböden.
Dabei gibt es wieder zwei Untergruppen, einmal nämlich Dielen- und dann die Parkettböden.
Dielenböden bestehen aus, wie der Name sagt, Holzdielen, also langen Brettern, die nebeneinander gelegt werden und so eine Bodenfläche bilden. Nicht zu unrecht gelten diese Böden als sehr rustikal und vielleicht bäuerlich, was aber durchaus seinen eigenen Charme bietet und auf keinen Fall negativ zu verstehen ist. Aber Fakt ist, dass Dielenböden eher veraltet und meist auch nicht so schön anzusehen sind, wobei Ausnahmen jedoch die Regel bestätigen.
Vorteilhaft ist, dass Dielenböden, anders als Parkette, keinen tragenden Untergrund benötigen, sondern quasi selbst tragen.
Allerdings ist bei dieser Bodenart die sichtbare Abnützung vielleicht am intensivsten, dazu kommt, dass er oft nicht einfach zu reinigen und zusätzlich fleckanfällig ist, persönlich würde ich einen solchen Boden weniger empfehlen.
Nun gehen wir also zur Königsklasse der Holzböden über, dem Parkett.
Dazu werden Holzstücke, bevorzugt ist Laubbaumholz, in kleine Stücke zersägt, die dann wieder zu einem Muster zusammengesetzt und verlegt werden, danach werden sie geschliffen und mit Lack, Öl oder Wachs eingelassen, was meist im Laufe seines Bestandes wiederholt werden muss, um die Versiegelung zu bewahren.
Liegt die Musterung horizontal, hat man es mit einem Parkettboden zu tun, liegen sie Vertikal, nennt man dies ein Holzpflaster.
Die klassische Parkettart ist das Stabparkett, bei dem einzelne Stäbe verlegt werden, die untereinander mit Nuten ineinander verkeilt sind, andere Arten sind noch das Mosaik- oder das Lamparkett.
Die exklusivste, kunstvollste und meist auch teuerste Variante ist aber das französische oder Tafelparkett. Hier werden zum Teil unterschiedliche Hölzer verwendet, die dann in komplizierten Mustern verlegt werden und dann sehr individuell ausgestaltet werden. Dass diese mühevolle Arbeit und Planung ihren Preis haben, ist nur zu einleuchtend.
Parkette sind allgemein pflegebedürftig (öfter neues Einlassen) und leider sehr anfällig für Kratzer von Möbelstücken.
Ein letzter wichtiger Tipp: Sollten Sie bereits einen Teppich verlegt haben und entscheiden Sie sich später für ein Parkett, verlegen Sie, wenn nötig auch gegen den Rat Ihres Handwerkers, auf keinen Fall über den Teppich, sondern reißen Sie ihn vorher als Ganzes heraus. Denn ein Parkett auf solch einen weichen Grund zu legen, funktioniert einfach schlecht und führt zu einem unebenen Boden.
Parkettböden vertragen sich auch ausgezeichnet mit jeder Art von (losem) Teppich (Rutschmatten nicht vergessen), was den Boden dann zusätzlich schont, aber Vorsicht, auch dieses Holz verfärbt sich durch Lichteinwirkung, spätestens beim Möbelumstellen werden Sie dies bemerken.