Umgestaltung im kleineren Rahmen

Wie bereits zuvor angesprochen, begrenzt die bauliche Ausfertigung eines Hauses den Gestaltungsspielraum. Ein Weg sich aber auch ohne allzu großer Umbauten wieder mehr von dieser Freiheit zu holen, ist folgender: Fenster und Türen.
Selbstverständlich ist mit dem Einbau solcher auch schon ein beträchtlicher Aufwand verbunden, doch nach kurzem Zwiegespräch mit dem Architekten oder Bauführer, sind die großen Unbekannten meist weitestgehend abgeklärt.

Also die Pläne zur Hand genommen und darauf geachtet, keine Hauptschlagadern der Behausung zu demolieren (sprich Wasser-, Gas- und Stromleitungen) und schon kann man selber Baumeister spielen.
Die sicherere Variante ist meist einen professionellen Bautrupp Stemmarbeiten oder auch das Wände-Einziehen zu überlassen, doch ist ein Vorschlaghammer in der Hand das beste Anti-Stress- und Anger-Management, das einem geboten werden kann. Nur um der Zerstörung willens, also frei von jedweder handwerklicher Begabung, seine eigene Wände einzureißen, würde ich aber weniger empfehlen.
Egal ob man es selbst nur plant oder auch gleich durchführt, sind trotzdem die Konsequenzen genau zu beachten und damit ist nicht gemeint, dass Sie bald ein Loch in der Wand haben werden. Viel mehr ist Offensichtliches, wie Tragfähigkeit und Stabilität, aber auch Verborgeneres zu beachten: Vor allem Lichteinfall ist einzukalkulieren. Dabei muss man nicht bloß bedenken, wo die Sonne auf- und untergeht, sondern vielmehr ob es zum Beispiel unmöglich wird, vor Sonnenuntergang zu Fernsehen oder auf dem Computer zu arbeiten. Auf solche Gegenstände sind nämlich meist, ob man es will oder nicht, Räume sehr stark ausgelegt, was ein Umstellen ungemütlich oder unpraktisch macht.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die Sicherheit. Ein unsachgerecht installiertes Fenster, viel mehr aber auch Verandatüren, öffnen auch weniger geschickten Dieben Tür und Tor.
Es sei an dieser Stelle nur einmal prinzipiell angemerkt, dass die zu beachten klug wäre, aber ich möchte hier selbstverständlich keinen in paranoide Vorstellungen stürzen.
Was aber auf jeden Fall zum Tragen kommt, hoffentlich im Gegensatz zur Einbruchsprävention, ist die Wärmedämmung. Jedes Fenster und jede Tür, egal ob doppelt verglast und mit dem zehnmal besseren Wärmeleitkoeffizienten als sämtliche Konkurrenz, kann niemals so gut abdichten, kühl oder warm, wie eine mit Dämmmaterial voll gestopfte Hauswand. So muss man bereits bei der Installation naturgemäß einerseits auf einen sehr passgenauen Verbau Acht geben, wie andererseits auf andere Faktoren. Ist die Stelle beispielsweise dem Wind stark ausgeliefert oder fangen Nachbarhäuser eh bereits jede Brise ab, regnet es bei jedem Nieseln senkrecht gegen das Fenster und so weiter.
Dazu kommt die Frage der Dekoration, doch ob nun Rollos, Vorhänge oder eine Blumenkiste, und welches Muster, welche Farbe oder Gattung, damit lassen wir Sie bewusst wieder allein.