An der Wand

Bei Tapeten und ihren Mustern ist es am Schwierigsten, irgendwelche Tipps zu geben. Hier muss man sich ganz und gar an seinem persönlichen Geschmack und den eigenen Vorlieben orientieren, prinzipiell, was die Farbauswahl betrifft, gilt natürlich das oben gesagte.
Dazu kommt selbstverständlich noch, dass die Muster mit Obacht gewählt werden müssen, denn zum einen sind „angesagte“ nicht unbedingt nächstes Jahr noch in Mode und zum anderen, nerven einen manche Modelle schon nach kurzer Zeit und strengen allein schon optisch an. Dies ist vor allem deswegen von Bedeutung, weil ein Tapetenwechsel, so oft er auch sprichwörtlich als notwendig erachtet wird, kein kurzes Unterfangen ist. Es erfordert viel Zeit- und Geldaufwand, eine einmal angebrachte Tapete zu entfernen, mit Farben geht das sicher einfacher.
Hiermit wird die EntscheidungIihnen überlassen und wir fahren fort mit dem ursprünglichsten aller Werkstoffe, dem Holz.
Dazu kommen nun die Möglichkeiten der Holzverkleidungen.
Prinzipiell gliedert sich Holz in zwei große Untergruppen, nämlich Nadel- und Laubholz. Oftmals wird auch noch Tropenholz als eigene Kategorie angeführt, was aber nicht ganz korrekt ist, da es ebenfalls zur Gruppe des Laubholzes gehört.
Pressspanplatten und Furniere werden im folgenden Abschnitt allerdings außer Acht gelassen.

Auch beim Holz spielen die gewählten Farben natürlich eine Rolle, doch schafft es kaum eine Art tatsächlich aggressiv oder grell anzumuten, weswegen Holzverkleidungen von vielen als sehr beruhigend empfunden wird und auch den Einrichter eher als erwachsen und gesetzt erscheinen lassen.
Um bei dem Teint des Stoffes zu bleiben, muss natürlich bedacht werden, dass Holz durch UV-Lichteinwirkung ausbleicht, wenngleich dies freilich im Garten eine wesentlich bedeutendere Rolle spielt, als in einer Wohnung.
Die meisten eher hellen Hölzer sind übrigens Nadel-, dunklere meist Laubbäume.
Preislich ist Holz meist wohl die teuerste Variante, wobei dies nicht immer so sein muss, da manche Farben oder auch Tapeten ein wahres Vermögen kosten, während eine Birkenverkleidung beispielsweise oft recht günstig ist.
Der Preis des Holzes wird vor allem von zwei Komponenten beeinflusst: Einmal von der Dichte des Holzes. Sehr dichte Holzarten sind die Eiche oder auch die Buche, ebenso wie Tropenhölzer, weniger etwa Birken oder Fichten. Prinzipiell gelten Laubbaumhölzer als dichter.
Der andere Faktor, der aber sehr eng mit dem ersten zusammenhängt, ist die Dauer, die die Bäume zum Wachsen brauchen. Wiederum sind es Nadelbäume, die schneller wachsen, während manche Laubbäume „ewig“ brauchen, um es zu einer stattlichen Größe zu bringen, man denke nur an die Jahrtausende alten Redwood-Riesen.
Am teuersten, wie viele meinen aber auch am schönsten, sind Tropenhölzer, wie Mahagoni, Teak, Wenge oder auch Palisander. Allerdings ist der Ankauf solcher mittlerweile international eher geächtet, da dafür immer beträchtliche Flächen Regenwald dran glauben müssen, die unglaublich mühsam bis unmöglich wieder aufzuforsten sind.

Weitere äußerst positive Eigenschaften von Holz als Baustoff sind seine sehr gute Wärmedämmung (nur 0,22 W/mK im Gegensatz zu Beton mit einem Wert von 0,69), als auch seine starke Schalldämpfung (24-26 dB). Beides variiert natürlich mit der Dichte der jeweiligen Art.
Eine letztendliche Entscheidung wird aber auch hier dem eigenen Geschmack überlassen, ebenso was Verglasungen betrifft.
Über die gibt es sehr wenig Objektives zu sagen, da die Scheiben nur klar oder getönt sein können, alles Übrige kann man zu den Farben und ihren psychologischen Auswirkungen analog schließen.